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title: "Einkommensteuer-Grundfreibetrag 2026 (§ 32a EStG) – Höhe, Splitting, Berechnung"
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# Einkommensteuer-Grundfreibetrag 2026 (§ 32a EStG) – Höhe, Splitting, Berechnung

## Kurzantwort

Der **Grundfreibetrag** ist der Teil des zu versteuernden Einkommens, auf den **keine** Einkommensteuer anfällt. Er entspricht dem **steuerlichen Existenzminimum** (Art. 1 Abs. 1 GG iVm Art. 20 Abs. 1 GG). Für **2026** beträgt der Grundfreibetrag **12.348 €** pro Person (§ 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG). Bei **zusammen veranlagten Ehegatten** verdoppelt er sich nach dem **Splittingverfahren** (§ 32a Abs. 5 EStG) auf **24.696 €**. Liegt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag, fällt **keine** Einkommensteuer an; Werbungskosten- und Sonderausgaben-Pauschalen sowie sonstige Freibeträge senken das zu versteuernde Einkommen entsprechend mit.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EStG [gesetze-im-internet.de] |
| Grundfreibetrag 2026 (Single) | 12.348 € [§ 32a Abs. 1 EStG i. d. F. ab VZ 2026] |
| Grundfreibetrag 2026 (Splitting Ehegatten) | 24.696 € [§ 32a Abs. 5 EStG] |
| Grundfreibetrag 2025 (Vorjahr) | 12.096 € (Steuerfortentwicklungsgesetz vom Dezember 2024) |
| Grundfreibetrag 2024 | 11.784 € |
| Grundfreibetrag 2023 | 10.908 € |
| Steuersatz bis Grundfreibetrag | 0 % |
| Erste Tarifzone Beginn | ab 12.349 € (Einzelveranlagung 2026) [§ 32a Abs. 1 Nr. 2 EStG] |
| Eingangssteuersatz | 14 % |
| Spitzensteuersatz Schwelle | 69.879 € (Single 2026) [§ 32a Abs. 1 Nr. 4 EStG] |
| Reichensteuersatz Schwelle | 277.826 € (Single 2026) [§ 32a Abs. 1 Nr. 5 EStG] |
| Kinderfreibetrag 2026 (je Elternteil) | 3.414 € + 1.464 € BEA = 4.878 € (insgesamt 9.756 € je Kind) [BMF, steuerliche Änderungen 2026] |
| Verfassungsrang | Existenzminimum verfassungsrechtlich geboten (BVerfG 1992, 2 BvL 5/91) |
| Anpassungsmechanismus | Existenzminimum-Bericht der Bundesregierung alle 2 Jahre |
| Wirkung Grundfreibetrag | Auf zu versteuerndes Einkommen, nicht auf Brutto |

## Geltungsbereich

Der Grundfreibetrag nach § 32a EStG gilt für **alle unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen** Personen (§ 1 Abs. 1 EStG) — also Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland. Er wird auf das **zu versteuernde Einkommen** angewendet, nicht auf das Bruttoeinkommen. Vorher werden abgezogen: Werbungskosten (mindestens Arbeitnehmer-Pauschbetrag 1.230 €), Sonderausgaben (mindestens Pauschbetrag 36 €/72 €), außergewöhnliche Belastungen, Kinderfreibetrag bei Familien. Bei **beschränkt** Steuerpflichtigen (§ 1 Abs. 4 EStG) gilt der Grundfreibetrag **nicht** automatisch — sie können auf Antrag fiktiv unbeschränkt behandelt werden (§ 1 Abs. 3 EStG), wenn 90 % ihres Einkommens in Deutschland zu versteuern sind.

## Wie der Grundfreibetrag wirkt — Beispielrechnung

**Beispiel Single, zu versteuerndes Einkommen 2026: 30.000 €**

1. Auf die ersten **12.348 €** fällt **0 % Einkommensteuer** (Grundfreibetrag)
2. Die weiteren **17.652 €** (30.000 − 12.348) werden in den **progressiven Tarifzonen** besteuert
3. Resultierende Einkommensteuer 2026: **4.217 €** (nach der Tarifformel des § 32a Abs. 1 EStG; ohne Soli, ohne Kirchensteuer)

**Beispiel zusammen veranlagte Ehegatten, gemeinsames zvE 2026: 50.000 €**

1. Splittingverfahren: 50.000 € / 2 = 25.000 € pro Person
2. Auf die ersten **12.348 €** pro Person fällt **0 %**
3. Steuer auf 25.000 € (Einzeltarif) × 2 = Gesamtsteuer

**Splitting-Vorteil**: wirksamer Schutz bei Einkommensgefälle innerhalb der Ehe. Ehegattenverteilung 60.000 €/0 € versus 30.000 €/30.000 € führt im zweiten Fall zu höherer Steuer ohne Splitting — das Splittingverfahren behandelt beide gleich.

## Häufige Fehler

- **„Der Grundfreibetrag zieht vom Brutto ab."** Falsch — er gilt für das **zu versteuernde Einkommen** nach Abzug aller Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.
- **„Bei mehreren Jobs bekomme ich den Grundfreibetrag mehrfach."** Falsch — der Grundfreibetrag gilt **einmal pro Person und Jahr**. Bei mehreren Steuerklassen (z. B. I + VI bei Zweitjob) wird er nur in der Hauptsteuerklasse berücksichtigt; im Zweitjob wird ohne Grundfreibetrag besteuert (Steuerklasse VI). Ausgleich erfolgt im Einkommensteuerbescheid.
- **„Studenten und Rentner haben einen höheren Grundfreibetrag."** Falsch — gleicher Grundfreibetrag für alle. Bei Studenten greift häufig zusätzlich der Werbungskostenabzug (z. B. Studiengebühren als Sonderausgaben), bei Rentnern der Versorgungsfreibetrag (§ 19 Abs. 2 EStG).
- **„Bei Eheleuten wird der Grundfreibetrag automatisch verdoppelt."** Differenziert — nur bei **Zusammenveranlagung** (§ 26b EStG). Bei Einzelveranlagung (§ 26a EStG) hat jeder Ehegatte nur seinen einfachen Grundfreibetrag.
- **„Der Grundfreibetrag ist auch für die Sozialversicherung wirksam."** Falsch — Sozialversicherungsbeiträge (KV, PV, RV, ALV) richten sich nach **Bruttoeinkommen**, nicht nach zu versteuerndem Einkommen. Sie fallen auch unterhalb des Grundfreibetrags an.















## Änderungsverlauf

- 2026-09-05: Freigabe-Verifikation gegen den Volltext des § 32a EStG (Fassung ab VZ 2026) und § 32 Abs. 6 EStG: Grundfreibetrag 12.348 €/24.696 €, Tarifzonen ab 12.349 €, 42 % ab 69.879 €, 45 % ab 277.826 €, Kinderfreibetrag 3.414 € + 1.464 € BEA je Elternteil bestätigt; Beispielrechnung (zvE 30.000 € → 4.217 €) anhand der Tarifformel § 32a Abs. 1 Nr. 3 EStG nachgerechnet. Der Update-Vorschlag vom 30.06.2026 (content/proposals) ist durch den Faktencheck vom 04.09.2026 vollständig eingearbeitet und überholt (Vorschlag enthielt noch Schätzwerte 68.430 € und einen veralteten Kinderfreibetrag). Status auf ok gesetzt. | change_type=factcheck field="factcheck_status" old="review_proposed" new="ok" reviewed_by="Nexvyra Faktencheck-Agent (Freigabe-Chunk 3)"
- 2026-09-04: Faktencheck: Grundfreibetrag 2026 von 12.084 € auf amtliche 12.348 € korrigiert (Splitting 24.696 €), Vorjahreswert 2025 auf 12.096 € korrigiert, Tarifeckwerte 2026 aus § 32a Abs. 1 EStG übernommen (erste Tarifzone ab 12.349 €, Spitzensteuersatz ab 69.879 €, Reichensteuer ab 277.826 €), Kinderfreibetrag auf 3.414 € + 1.464 € BEA je Elternteil (9.756 € je Kind) korrigiert, Beispielrechnung nach Tarifformel aktualisiert. Quellen: § 32a EStG (Fassung ab VZ 2026), BMF „Die wichtigsten steuerlichen Änderungen 2026" (30.12.2025). | change_type=factcheck reviewed_by="Nexvyra Faktencheck-Agent" field="fact"
- 2026-06-29: Erstveröffentlichung mit Werten 2026 (Grundfreibetrag 12.084 € Single, 24.168 € Splitting). Quellen § 32a EStG und BVerfG 2 BvL 5/91 verifiziert. | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"

## Stand

- Stand: 2026-09-05
- Gültig ab: 2026-01-01
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (EStG, BMF, BVerfG)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- § 32a EStG – Einkommensteuertarif:
  https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__32a.html
- § 26b EStG – Zusammenveranlagung:
  https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__26b.html
- § 1 EStG – Einkommensteuerpflicht:
  https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__1.html
- BMF – Einkommensteuerrechner 2026:
  https://www.bmf-steuerrechner.de/
- Bundestag – 15. Existenzminimumbericht (BT-Drs. 20/13550):
  https://dserver.bundestag.de/btd/20/135/2013550.pdf
- BVerfG, Beschluss vom 25.09.1992 – 2 BvL 5/91 (Steuerfreies Existenzminimum):
  https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/1992/09/ls19920925_2bvl000591.html

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-05
- Letzte Prüfung: 2026-09-05
- In Kraft seit: 2026-01-01
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
