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title: "Elterngeld – Einkommensgrenzen 2026 (§ 1 Absatz 8 BEEG)"
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# Elterngeld – Einkommensgrenzen 2026 (§ 1 Absatz 8 BEEG)

## Kurzantwort

Für **Geburten ab dem 1. April 2025** entfällt der Anspruch auf Elterngeld vollständig, wenn das **zu versteuernde Einkommen** der Eltern im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum **vor der Geburt** des Kindes **175.000 €** übersteigt (§ 1 Absatz 8 BEEG). Die Grenze gilt **einheitlich für Paare und Alleinerziehende**. Für Geburten im Übergangszeitraum vom **1. April 2024 bis 31. März 2025** liegt die Grenze nach § 28 Absatz 1 BEEG noch bei **200.000 €**. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen (zvE) nach § 2 Absatz 5 EStG laut Einkommensteuerbescheid – nicht das Brutto- oder Nettoeinkommen.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 1 Absatz 8 BEEG (Einkommensgrenze) i. V. m. § 28 BEEG (Übergangsvorschriften) |
| Einkommensgrenze für Geburten ab 1.4.2025 | 175.000 € zu versteuerndes Einkommen [§ 1 Absatz 8 BEEG] |
| Einkommensgrenze für Geburten 1.4.2024 – 31.3.2025 | 200.000 € zu versteuerndes Einkommen [§ 28 Absatz 1 BEEG, Übergangsregelung] |
| Geltungsbereich | gilt einheitlich für Paare und Alleinerziehende [§ 1 Absatz 8 BEEG] |
| Maßgeblicher Einkommensbegriff | zu versteuerndes Einkommen (zvE) nach § 2 Absatz 5 EStG laut Steuerbescheid |
| Maßgeblicher Zeitraum | letzter abgeschlossener Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes |
| Bei Paaren | Einkommen beider Elternteile wird zusammengerechnet (Summe aus den Steuerbescheiden) |
| Bei Alleinerziehenden | nur das eigene zu versteuernde Einkommen ist maßgeblich |
| Vorherige Grenze (Geburten 1.9.2021 – 31.3.2024) | 300.000 € (Paare) bzw. 250.000 € (Alleinerziehende) – außer Kraft |
| Nachweis | Steuerbescheid für den maßgeblichen Veranlagungszeitraum, soweit vorhanden, dem Antrag beifügen |
| Vorläufige Bewilligung | möglich, wenn Steuerbescheid bei Antragstellung noch nicht vorliegt und nach Antragsangaben die Grenze voraussichtlich nicht überschritten wird (Widerrufsvorbehalt nach § 8 Absatz 3 BEEG) |
| Rechtsfolge bei Überschreitung | vollständiger Wegfall des Elterngeldanspruchs – keine anteilige Kürzung |

## Geltungsbereich

Die Einkommensgrenze nach § 1 Absatz 8 BEEG ist eine **harte Anspruchsschwelle**: Wer sie überschreitet, erhält für sein Kind **kein Elterngeld** – weder Basiselterngeld noch ElterngeldPlus, noch den Partnerschaftsbonus. Die Grenze wird **nicht anteilig** angewendet, sondern wirkt als „Cliff Edge": Ein Euro über der Schwelle kostet den Anspruch in voller Höhe.

Für **Paare** (verheiratet, in eingetragener Lebenspartnerschaft oder unverheiratet zusammenlebend) werden die zu versteuernden Einkommen beider Elternteile aus den jeweiligen Steuerbescheiden **zusammengezählt**. Bei **Alleinerziehenden** wird nur das eigene zu versteuernde Einkommen herangezogen.

## Welcher Zeitraum gilt?

Maßgeblich ist nach § 1 Absatz 8 Satz 1 BEEG der **letzte abgeschlossene steuerliche Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes**. Bei den meisten Antragstellenden ist das das Kalenderjahr vor dem Geburtsjahr. Beispiel: Wird das Kind im September 2026 geboren, ist das zu versteuernde Einkommen aus dem Veranlagungsjahr 2025 maßgeblich – also der Steuerbescheid für 2025.

## Welches Einkommen zählt? (zvE statt Brutto)

Maßgeblich ist das **zu versteuernde Einkommen (zvE)** nach § 2 Absatz 5 EStG. Das ist der Betrag, der im Steuerbescheid in der Zeile „zu versteuerndes Einkommen" steht. Es liegt **in der Regel deutlich unter dem Bruttoeinkommen**, weil davor noch abgezogen werden:

- Werbungskosten / Arbeitnehmer-Pauschbetrag
- Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen, Kirchensteuer, Spenden …)
- Außergewöhnliche Belastungen
- Kinderfreibeträge (wenn günstiger als Kindergeld)
- Altersentlastungsbetrag, Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Faustregel: Wer brutto deutlich mehr als 175.000 € verdient, kann nach Abzügen trotzdem unter der Schwelle liegen – Antrag stellen lohnt sich, wenn nicht offensichtlich klar darüber.

## Ausnahmen und Übergangsregelung (§ 28 BEEG)

Für Geburten im Zeitraum **1. April 2024 bis 31. März 2025** gilt nach § 28 Absatz 1 BEEG **noch die Grenze von 200.000 €** zu versteuerndem Einkommen. Diese Übergangsregelung läuft mit den letzten Bezugsmonaten der entsprechenden Geburtsjahrgänge schrittweise aus.

Für **Geburten vor dem 1. April 2024** galten die alten Grenzen von **300.000 €** (Paare) bzw. **250.000 €** (Alleinerziehende) – diese sind außer Kraft und nur noch für laufende Altfälle relevant.

## Häufige Fehler / Missverständnisse

- **„Ich verdiene brutto 180.000 €, also bekomme ich nichts."** – Falsch. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen, nicht das Brutto. Nach Werbungskosten, Sonderausgaben und Freibeträgen kann das zvE deutlich unter 175.000 € liegen.
- **„Die Grenze gilt pro Person."** – Falsch. Bei Paaren wird das Einkommen **beider** Elternteile zusammengerechnet.
- **„Es gibt eine anteilige Kürzung."** – Falsch. Die 175.000 € sind eine harte Anspruchsschwelle. Knapp darüber bedeutet: kein Elterngeld.
- **„Maßgeblich ist das Einkommen während der Elternzeit."** – Falsch. Maßgeblich ist der letzte **abgeschlossene Veranlagungszeitraum vor der Geburt** – in der Regel das Kalenderjahr vor dem Geburtsjahr.

## Antrag ohne fertigen Steuerbescheid

Liegt der Steuerbescheid für den maßgeblichen Veranlagungszeitraum bei Antragstellung noch nicht vor und ist nach den Antragsangaben davon auszugehen, dass die Grenze des § 1 Absatz 8 BEEG **nicht überschritten** wird, kann das Elterngeld nach § 8 Absatz 3 BEEG **vorläufig** bewilligt werden – mit Widerrufsvorbehalt für den Fall, dass die spätere Veranlagung doch eine Überschreitung ergibt. In diesem Fall wird das gezahlte Elterngeld zurückgefordert.

























## Änderungsverlauf

- 2026-05-28: Erstveröffentlichung der Faktenseite. Quellen-URLs gegen amtliche Stellen mit curl gegengeprüft (HTTP 200). Frontmatter inkl. legal_status (in_force), authority_level (A) und wikidata_subjects (Q1334077) gesetzt. | change_type=initial_publication reviewed_by="Andreas Warkentin" field="topic_lifecycle" new="published"
## Siehe auch

- [Elterngeld — Hoehe und Dauer im Detail](/fakten/elterngeld-hoehe-dauer.html)
## Stand

- Stand: 2026-05-28
- Gültig ab: 2025-04-01 (175.000 € nach § 1 Absatz 8 BEEG); Übergangsregelung 200.000 € für Geburten 1.4.2024 – 31.3.2025 nach § 28 BEEG
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (gesetze-im-internet.de, BMFSFJ, Familienportal des Bundes)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Quellen

- gesetze-im-internet.de – § 1 BEEG (Berechtigte, Einkommensgrenze 175.000 € in Absatz 8):
  https://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__1.html
- gesetze-im-internet.de – § 28 BEEG (Übergangsvorschrift, 200.000 € für Geburten 1.4.2024 – 31.3.2025):
  https://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__28.html
- gesetze-im-internet.de – § 2b BEEG (Bemessungszeitraum für Erwerbseinkommen):
  https://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__2b.html
- gesetze-im-internet.de – BEEG, Gesamtgesetz:
  https://www.gesetze-im-internet.de/beeg/
- BMFSFJ – Fragen und Antworten zu den Neuregelungen des Elterngelds (Einkommensgrenzen ab 1.4.2024 / 1.4.2025):
  https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/fragen-und-antworten-zu-den-neuen-einkommensgrenzen-im-elterngeld-228588
- BMFSFJ – Neuregelungen beim Elterngeld für Geburten ab 1. April 2024:
  https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/familie/familienleistungen/neuregelungen-beim-elterngeld-fuer-geburten-ab-1-april-2024-sowie-ab-1-april-2025-228588
- Familienportal des Bundes – Welches Einkommen wird für die Berechnung des Elterngelds berücksichtigt:
  https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/elterngeld/faq/welches-einkommen-wird-fuer-die-berechnung-des-elterngelds-beruecksichtigt--229542
- Familienportal des Bundes – Wie wird mein bisheriges Einkommen für die Berechnung des Elterngelds bestimmt:
  https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/elterngeld/faq/wie-wird-mein-bisheriges-einkommen-fuer-die-berechnung-des-elterngelds-bestimmt--124604

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-04
- Letzte Prüfung: 2026-09-04
- In Kraft seit: 2025-04-01
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
