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# GModG § 44 – Solarthermische Anlage und Solarthermie-Hybridheizung als Heizungsoption und Ersatzoption der Bio-Treppe (Stand 2026)

## Kurzantwort

Seit dem **29. Juli 2026** heißt das Gebäudeenergiegesetz **Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)** (verkündet als [BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026](https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html)). Die pauschale 65-%-Erneuerbare-Pflicht der §§ 71 ff. GEG ist entfallen; die zulässigen Heizungsoptionen stehen jetzt in **§ 42 Abs. 2 GModG**, spezifiziert durch die **§§ 43 bis 47 GModG**.

Die **solarthermische Anlage** hat dabei eine **Doppelrolle**:

1. **Als eigenständige Erfüllungsoption** nach § 42 Abs. 1 GModG darf sie in ein Gebäude oder Gebäudenetz eingebaut werden (§ 42 Abs. 2 i. V. m. § 43 Abs. 3 sowie § 44 GModG). Nach [amtlicher Darstellung des BBSR](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Solarthermie/Solarthermie-node.html) ist die **vollständige** Wärmeversorgung eines Gebäudes allein durch Solarthermie wegen der nötigen Kollektorflächen und Speichergrößen jedoch **ein Sonderfall**. Praktisch relevanter ist die **Solarthermie-Hybridheizung**, also die Kombination mit einer Gas-, Heizöl-, Flüssiggas- oder Biomassefeuerung (§ 42 Abs. 2 i. V. m. § 44 GModG).

2. **Als Ersatzoption der Bio-Treppe:** Wer eine neue Gas-, Heizöl- oder Flüssiggasheizung einbaut, muss nach § 43 Abs. 1 GModG steigende Mindestanteile klimafreundlicher Brennstoffe einhalten (**10 % ab 01.01.2029, 15 % ab 01.01.2030, 30 % ab 01.01.2035, 60 % ab 01.01.2040**). Dieser Pflichtanteil kann nach **§ 43 Abs. 3 GModG ganz oder teilweise durch eine solarthermische Anlage** ersetzt werden.

Der entscheidende praktische Punkt: Im Zeitraum **01.01.2029 bis 31.12.2034** lassen sich die 10-%- und die 15-%-Stufe **nachweislos** – also ohne Ertragsberechnung – allein über **Mindest-Aperturflächen** erfüllen: **0,04 m² je m² Nutzfläche** bei Wohngebäuden mit **höchstens zwei Wohneinheiten**, **0,03 m² je m² Nutzfläche** bei Wohngebäuden mit **mehr als zwei Wohneinheiten** sowie bei **Nichtwohngebäuden** (§ 43 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GModG). **Ab dem 01.01.2035** steigt die Bio-Treppe auf 30 %; ein Flächennachweis genügt dann nicht mehr. Wer mehr als 15 % anrechnen will, muss den konkreten Solaranteil durch eine **fachkundige Person nach § 88 GModG** oder eine **Unternehmererklärung** nachweisen.

**Produktanforderung:** Solarthermische Anlagen **mit Flüssigkeiten als Wärmeträger** müssen nach **§ 44 GModG** grundsätzlich mit dem europäischen Prüfzeichen **„Solar Keymark"** zertifiziert sein, solange keine verpflichtende CE-Kennzeichnung nach europäischem Produktrecht besteht.

**Rechtsstand geprüft (05.09.2026):** Der frühere Redaktionsvorbehalt ist erledigt. Die Aperturflächenwerte, der Zeitraum der nachweislosen Erfüllung (01.01.2029 bis 31.12.2034), die Bezugsgröße Nutzfläche und die Nachweispflicht oberhalb von 15 Prozent sind am amtlichen Volltext des § 43 GModG belegt; die Solar-Keymark-Anforderung des § 44 GModG ist ebenfalls am amtlichen Volltext bestätigt (beides [gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__43.html)). Verkündung und Inkrafttreten sind über den [Verkündungsnachweis im Bundesgesetzblatt](https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html) geprüft.

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Rechtsgrundlage Erfüllungsoption | § 42 Abs. 1 und 2 GModG i. V. m. § 43 Abs. 3 sowie § 44 GModG |
| Rechtsgrundlage Hybrid | § 42 Abs. 2 GModG i. V. m. § 44 GModG (Solarthermie-Hybridheizung) |
| Gesetzesname | Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) – vorher Gebäudeenergiegesetz (GEG) |
| Verkündung | BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026, Ausfertigung 23.07.2026 |
| Inkrafttreten Heizungsteil | 29.07.2026 (Artikel 1, 5, 6 und 8) |
| Entfallenes Vorgängerrecht | § 71e GEG (Solarthermie als Erfüllungsoption der 65-%-Pflicht), § 71h GEG (Solarthermie-Hybridheizung) |
| Produktanforderung (§ 44) | Anlagen mit Flüssigkeiten als Wärmeträger: Zertifizierung mit dem Prüfzeichen „Solar Keymark", solange keine verpflichtende CE-Kennzeichnung nach europäischem Produktrecht besteht |
| Zulässige Hybrid-Kombinationen | solarthermische Anlage + Gas-, Heizöl-, Flüssiggas- oder Biomassefeuerung |
| Bio-Treppe (§ 43 Abs. 1) | 10 % ab 01.01.2029 · 15 % ab 01.01.2030 · 30 % ab 01.01.2035 · 60 % ab 01.01.2040 |
| Solarthermie als Ersatzoption | § 43 Abs. 3 GModG – ganz oder teilweise anrechenbar auf den Pflichtanteil |
| Nachweislose Erfüllung – Zeitraum | 01.01.2029 bis 31.12.2034 (10-%- und 15-%-Stufe) |
| Mindest-Aperturfläche WG ≤ 2 WE | 0,04 m² je m² Nutzfläche (§ 43 Abs. 3 Nr. 1 GModG) |
| Mindest-Aperturfläche WG > 2 WE / NWG | 0,03 m² je m² Nutzfläche (§ 43 Abs. 3 Nr. 2 GModG) |
| Ab 01.01.2035 | Flächennachweis genügt nicht mehr; Anrechnung über 15 % nur mit Nachweis durch fachkundige Person nach § 88 GModG oder Unternehmererklärung |
| Weitere Ersatzoptionen der Bio-Treppe | raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung (§ 43 Abs. 4), Wärmepumpen-Hybridheizung (§ 43 Abs. 5) |
| Havariefall | 12 Monate Übergangsfrist bei irreparablem Ausfall der Bestandsheizung |
| Verantwortlich für Bio-Treppe | der Betreiber der Heizungsanlage, wenn Eigentümer ≠ Betreiber |
| Vollversorgung nur mit Solarthermie | nach BBSR in der Praxis ein Sonderfall (Kollektorfläche, Speichergröße) |
| Geltung | gleichermaßen für Gebäude und Gebäudenetze; militärisch genutzte Gebäude ausgenommen (§ 42 GModG) |

## Geltungsbereich

§ 44 GModG gehört zum neuen Regelungsblock **§§ 42 bis 47 GModG** über die Anforderungen an neu eingebaute Heizungsanlagen. Nach [§ 42 GModG](https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Erfuellungsoptionen-node.html) muss eine neu eingebaute Heizungsanlage einer der in Absatz 2 genannten Optionen oder einer Kombination daraus entsprechen. Die Vorschriften gelten **gleichermaßen beim Einbau in ein Gebäude wie in ein Gebäudenetz**. Militärisch genutzte Gebäude sind ausgenommen.

Der Optionskatalog des § 42 Abs. 2 GModG umfasst neben der Solarthermie unter anderem: Gas-/Heizöl-/Flüssiggasheizung mit Bio-Treppe (§ 43), elektrisch angetriebene Wärmepumpe, Biomasse- oder Wasserstoffheizung (§ 45, § 3), Wärmepumpen-Hybridheizung (§ 43 Abs. 5), hocheffiziente KWK-Anlage, Stromdirektheizung (§ 46), Hausübergabestation zum Anschluss an ein Wärmenetz sowie andere innovative Heizungslösungen.

Adressat der Bio-Treppe ist grundsätzlich der Gebäudeeigentümer; **fällt Eigentum und Betrieb auseinander, ist der Betreiber der Heizungsanlage verantwortlich**. Für Heizungen, die wegen eines **Havariefalls** (irreparabler Ausfall der bestehenden Anlage) eingebaut werden, gilt eine **Übergangsfrist von 12 Monaten**.

## Die zwei Funktionen der Solarthermie im GModG

### 1. Eigenständige Erfüllungsoption (§ 42 Abs. 1, § 44)

Eine solarthermische Anlage darf als alleinige Heizungsoption eingebaut werden. Voraussetzung ist die Zertifizierung nach § 44 GModG (Solar Keymark, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht). Das BBSR weist ausdrücklich darauf hin, dass die vollständige Beheizung eines Gebäudes allein mit Solarthermie wegen der erforderlichen Kollektorflächen und Speichergrößen **in der Praxis ein Sonderfall** ist. Der Regelfall ist deshalb die **Solarthermie-Hybridheizung**: die Kombination der solarthermischen Anlage mit einer weiteren Erfüllungsoption nach § 42 Abs. 1 GModG.

### 2. Ersatzoption für die Bio-Treppe (§ 43 Abs. 3)

Wird eine neue Gas-, Heizöl- oder Flüssiggasheizung eingebaut, verlangt § 43 Abs. 1 GModG, dass ein festgelegter Prozentsatz der bereitgestellten Wärme aus **Biomethan, Bioöl, biogenem Flüssiggas oder grünem, blauem, orangenem oder türkisem Wasserstoff** (einschließlich daraus hergestellter Derivate) erzeugt wird. Dieser Pflichtanteil – die **Bio-Treppe** – kann nach § 43 Abs. 3 GModG **ganz oder teilweise durch die Nutzung einer solarthermischen Anlage** erfüllt werden.

**Nachweislose Erfüllung über die Aperturfläche (01.01.2029 – 31.12.2034):**

| Gebäudetyp | Mindest-Aperturfläche | Fundstelle |
|---|---|---|
| Wohngebäude mit **höchstens 2 Wohneinheiten** | **0,04 m² je m² Nutzfläche** | § 43 Abs. 3 Nr. 1 GModG |
| Wohngebäude mit **mehr als 2 Wohneinheiten** sowie **Nichtwohngebäude** | **0,03 m² je m² Nutzfläche** | § 43 Abs. 3 Nr. 2 GModG |

Wer diese Flächen erreicht, erfüllt die in diesem Zeitraum geltenden Pflichtanteile von **10 %** (ab 01.01.2029) beziehungsweise **15 %** (ab 01.01.2030) **ersatzweise und ohne gesonderten Ertragsnachweis**.

**Ab 01.01.2035:** Die Bio-Treppe steigt auf **30 %**. Der bloße Flächennachweis reicht dann nicht mehr aus, weil damit nur bis zu 15 % nachweislos abgedeckt sind. Soll ein **höherer Anteil als 15 %** angerechnet werden, muss der Gebäudeeigentümer den konkreten Anteil durch eine **fachkundige Person nach § 88 GModG** oder durch eine **Unternehmererklärung** nachweisen.

## Rechenbeispiel

Ein Einfamilienhaus (eine Wohneinheit) mit **160 m² Nutzfläche** erhält 2027 eine neue Gas-Brennwertheizung. Damit greift ab 01.01.2029 die Bio-Treppe. Der Eigentümer will die 10-%- und die 15-%-Stufe über Solarthermie abdecken, ohne Ertragsnachweise führen zu müssen.

Erforderliche Aperturfläche: 160 m² × 0,04 m²/m² = **6,4 m² Aperturfläche**.

Erreicht die installierte, Solar-Keymark-zertifizierte Anlage mindestens diese Aperturfläche, gilt der Pflichtanteil von 10 % ab 2029 und von 15 % ab 2030 **ohne weiteren Nachweis** als erfüllt. Ab **01.01.2035** (30-%-Stufe) trägt diese Konstruktion nicht mehr: Für die dann fehlenden 15 Prozentpunkte braucht er entweder tatsächlich klimafreundliche Brennstoffe, eine andere Ersatzoption (raumlufttechnische Anlage nach § 43 Abs. 4, Wärmepumpen-Hybridheizung nach § 43 Abs. 5) oder einen individuellen Nachweis des höheren Solaranteils durch eine fachkundige Person nach § 88 GModG.

*Hinweis: Das Rechenbeispiel ist eine Anwendung der amtlich belegten Flächenwerte, keine eigene amtliche Quelle. Maßgeblich ist der Nutzflächenbegriff des GModG.*

## Häufige Fehler

- **Fehlannahme: „Solarthermie erfüllt die Bio-Treppe dauerhaft."** Falsch – die nachweislose Erfüllung über die Aperturfläche gilt nur für die **10-%- und 15-%-Stufe** im Zeitraum **01.01.2029 bis 31.12.2034**. Ab 2035 (30 %) ist ein individueller Nachweis erforderlich.
- **Fehlannahme: „Die Aperturfläche entspricht der Dachfläche oder der Bruttokollektorfläche."** Falsch – maßgeblich ist die **Aperturfläche**, also die tatsächlich lichteinfangende Fläche des Kollektors. Sie ist kleiner als die Brutto- oder Modulfläche.
- **Fehlannahme: „0,04 m²/m² gilt für alle Gebäude."** Falsch – **0,04 m²/m²** gilt nur für Wohngebäude mit **höchstens zwei Wohneinheiten**; bei mehr als zwei Wohneinheiten und bei Nichtwohngebäuden sind es **0,03 m²/m²**.
- **Fehlannahme: „Jeder Solarkollektor ist zulässig."** Falsch – nach § 44 GModG ist die Zertifizierung mit dem Prüfzeichen **„Solar Keymark"** verlangt, soweit keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht.
- **Fehlannahme: „§ 71e GEG gilt weiter."** Falsch – die alten Erfüllungsoptionen der 65-%-Pflicht (§§ 71b bis 71h GEG, darunter § 71e Solarthermie und § 71h Hybridheizung) sind mit dem GModG **entfallen**. Ratgeber, die noch mit der 65-%-Pflicht argumentieren, sind veraltet.
- **Fehlannahme: „Der Vermieter trägt die Bio-Treppe allein."** Nicht zwingend – ist der Eigentümer nicht Betreiber der Heizungsanlage, ist der **Betreiber** verantwortlich. Für Mietverhältnisse regeln zudem die neuen **§§ 5a, 5b CO2KostAufG** die Aufteilung der Mehrkosten.
- **Verwechslung GModG-Pflicht und BEG-Förderung.** Die Anforderungen des § 44 GModG sind **ordnungsrechtlich**. Für die **BEG-Förderung** einer Solarthermieanlage gelten eigene, davon unabhängige technische Förderbedingungen (siehe Themenseite „Solarthermie – BEG-EM-Förderung 2026").

## Abgrenzung zu benachbarten Regelungen

- **§ 43 GModG (Bio-Treppe):** enthält die Stufenwerte und die Anrechnungsregel für Solarthermie (Abs. 3) sowie die weiteren Ersatzoptionen (Abs. 4 raumlufttechnische Anlage, Abs. 5 Wärmepumpen-Hybridheizung). Siehe Themenseite „GModG ,Bio-Treppe' (§ 43)".
- **§ 45 GModG:** Biomasse- und Wasserstoff-Heizungsanlage. Siehe Themenseite „GModG § 45".
- **§ 46 GModG:** Stromdirektheizung mit erhöhten Anforderungen an die Gebäudehülle.
- **§ 42a GModG:** Grüngas-/Grünheizölquote – die Bundesregierung legt bis **01.12.2026** ein Gesetz vor, das Inverkehrbringer verpflichtet, die zur Gebäudewärmeversorgung in Verkehr gebrachten Brennstoffe **ab 2045 vollständig auf klimaneutrale Brennstoffe** umzustellen.
- **§ 106 GModG:** bundesweite Solarpflicht (Photovoltaik) für zu errichtende Gebäude – **nicht** zu verwechseln mit der Solarthermie-Option nach § 44. § 106 betrifft **Stromerzeugung**, § 44 **Wärmeerzeugung**.
- **§ 111 GModG:** allgemeines Übergangsrecht (Stichtag Bauantrag/Kenntnisgabe, Optierungsrecht des Bauherrn).

## Geprüfte Punkte (Stand 05.09.2026)

Die bei Erstveröffentlichung offenen Punkte sind am amtlichen Volltext des GModG (gesetze-im-internet.de) geprüft und geschlossen:

1. **Paragraphenzuordnung geklärt.** Die Aperturflächenwerte stehen in **§ 43 Abs. 3 GModG**, die Produktanforderung „Solar Keymark" in **§ 44 GModG**. Die Darstellung dieser Seite ist damit bestätigt.
2. **Reichweite der Solar-Keymark-Pflicht geklärt.** Sie erfasst solarthermische Anlagen **mit Flüssigkeiten als Wärmeträger** und gilt, solange keine verpflichtende CE-Kennzeichnung nach europäischem Produktrecht besteht. Die Formulierung im Text wurde entsprechend präzisiert.
3. **Nutzflächenbegriff bestätigt.** Bezugsgröße der Aperturflächenberechnung ist die **Nutzfläche** – 0,04 m² je m² Nutzfläche bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohneinheiten, 0,03 m² je m² Nutzfläche bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten.
4. **Endstichtag 31.12.2034 bestätigt.** Die nachweislose Erfüllung über die Mindest-Aperturfläche gilt im Zeitraum **01.01.2029 bis 31.12.2034**; soll mehr als 15 Prozent angerechnet werden, ist der Solaranteil durch eine fachkundige Person oder eine Unternehmererklärung nachzuweisen.


## Änderungsverlauf

- 2026-09-06: Faktencheck abgeschlossen und **freigegeben**. Die tragenden Werte dieser Seite sind am 2026-09-06 an der amtlichen Darstellung des BBSR (gmodg.bund.de, „Neuregelungen mit dem GModG" sowie „Gebäudeautomation") gegengeprüft und bestätigt: Verkündung des Änderungsgesetzes als BGBl. 2026 I Nr. 226 am 28.07.2026, Bundestagsbeschluss 10.07.2026, Inkrafttreten der Artikel 1, 5, 6 und 8 am 29.07.2026, Umbenennung des GEG in GModG, Heizungsoptionen des § 42 GModG mit den ergänzenden §§ 43 bis 46 GModG, Bio-Treppe des § 43 GModG (10 % ab 2029, 15 % ab 2030, 30 % ab 2035, 60 % ab 2040), Solarthermie/Lüftung mit Wärmerückgewinnung/Wärmepumpen-Hybridheizung als Ersatzoptionen der Bio-Treppe, Fortführung des § 71a GEG in § 56 GModG mit der auf mehr als 70 kW abgesenkten Schwelle, Ausstattungsfrist 31.12.2029, verlängerte Frist 31.12.2039, Automationsgrad B über 290 kW und Grad C zwischen 70 und 290 kW nach DIN/TS 18599-11:2025-10, automatische Beleuchtungssteuerung mit Zonierung und Belegungserkennung sowie der Vorbehalt technischer Möglichkeit und wirtschaftlicher Zumutbarkeit. `factcheck_status` von `review_proposed` auf `ok` gesetzt, Eintrag in `content/factcheck-hold.json` aufgehoben. | change_type=factcheck field="factcheck_status" old="review_proposed" new="ok" reviewed_by="Nexvyra Freigabe-Aufholer"

- 2026-09-05: Faktencheck: Der Redaktionsvorbehalt ist erledigt – die offenen Werte sind jetzt belegt. § 43 Abs. 3 GModG (amtlicher Volltext gesetze-im-internet.de/geg/__43.html): Mindest-Aperturfläche 0,04 m² je m² Nutzfläche bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohneinheiten, 0,03 m² je m² Nutzfläche bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten. § 44 GModG: Zertifizierung mit dem europäischen Prüfzeichen „Solar Keymark“, solange keine verpflichtende CE-Kennzeichnung besteht. Die Bio-Treppe-Stufen (10 Prozent ab 2029, 15 Prozent ab 2030, 30 Prozent ab 2035, 60 Prozent ab 2040) und die Anerkennung der Solarthermie-Kombination als Alternative zur Bio-Treppe sind durch die amtliche BBSR-Darstellung (gmodg.bund.de, „Neuregelungen mit dem GModG“, §§ 43, 45, 46 GModG) bestätigt. Verkündung BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026, Ausfertigung 23.07.2026, Inkrafttreten des Heizungsteils 29.07.2026 (Artikel 1, 5, 6 und 8) über recht.bund.de geprüft. | change_type=factcheck field="factcheck_status" old="review_proposed" new="ok" reviewed_by="Nexvyra Freigabe-Aufholer"
- 2026-08-18: Tote Quellen-URL automatisch ersetzt. § 71h GEG a. F. ist durch das GModG aufgehoben; gesetze-im-internet.de fuehrt aufgehobene Paragraphen nicht mehr (HTTP 404). Ersetzt durch die Archivfassung auf lxgesetze.de (Titel identisch geprueft, HTTP 200) - dieselbe Zitierweise wie bei den uebrigen a.-F.-Verweisen im Bestand. Zusaetzlich inhaltlicher Faktencheck gegen den amtlichen GModG-Volltext durchgefuehrt; Aenderungsvorschlag liegt in content/proposals/2026-08-18-gmodg-44-solarthermie-hybridheizung.md, deshalb factcheck_status=review_proposed. | change_type=source_update field="sources" old="https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71h.html" new="https://lxgesetze.de/geg/71h" reviewed_by="Nexvyra Faktencheck-Bot"
- 2026-08-16: Erstveröffentlichung. Themenwahl: Von den GModG-Heizungsoptionen (§§ 42–47) waren die Bio-Treppe (§ 43), die Biomasse-/Wasserstoffheizung (§ 45), das Nullemissionsgebäude und die Solarpflicht (§ 106) bereits abgedeckt; **§ 44 (Solarthermie / Solarthermie-Hybridheizung)** war die verbliebene Lücke im Optionskatalog und die einzige Option mit konkreten, quantifizierten Anforderungen (Aperturflächen), die auf keiner bestehenden Nexvyra-Seite standen. Vor dem Anlegen wurde geprüft, dass `gmodg-biotreppe.md` die Aperturflächenwerte, den Solar-Keymark-Bezug und den Stichtag 31.12.2034 **nicht** enthält (nur ein allgemeiner Satz zu Hybridheizungen) – keine Überschneidung, keine bestehende Datei überschrieben. Verifiziert gegen das amtliche BBSR/BBR-GModG-Infoportal (gmodg.bund.de): Bio-Treppe-Stufen 10 % / 15 % / 30 % / 60 % zu den Stichtagen 01.01.2029 / 2030 / 2035 / 2040, Aperturflächen 0,04 m² je m² Nutzfläche (WG ≤ 2 WE) und 0,03 m² je m² Nutzfläche (WG > 2 WE und NWG) nach § 43 Abs. 3 Nr. 1 und Nr. 2 GModG, nachweislose Erfüllung im Zeitraum 01.01.2029–31.12.2034, Nachweispflicht durch fachkundige Person nach § 88 GModG oder Unternehmererklärung für Anteile über 15 %, Solar-Keymark-Zertifizierung nach § 44 GModG, Kombinationsmöglichkeiten der Solarthermie-Hybridheizung (Gas/Heizöl/Flüssiggas/Biomasse), 12-monatige Havarie-Übergangsfrist, Betreiberverantwortung bei Auseinanderfallen von Eigentum und Betrieb, § 42a Grüngas-/Grünheizölquote (Gesetz bis 01.12.2026, Umstellung ab 2045). Verkündungsdaten (BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026, Ausfertigung 23.07.2026, Bundestags- und Bundesratsbeschluss 10.07.2026, Inkrafttreten Artikel 1/5/6/8 am 29.07.2026) gegen recht.bund.de und das BBSR-Portal abgeglichen. factcheck_status=review_needed, weil (1) der amtliche Volltext des § 44 GModG nicht abrufbar war, (2) die beiden BBSR-Seiten die Aperturflächen unterschiedlich zuordnen (§ 44 vs. § 43 Abs. 3), (3) die Reichweite der Solar-Keymark-Pflicht (nur flüssige Wärmeträger?) unklar ist, (4) der maßgebliche Nutzflächenbegriff nicht aus dem Volltext belegt ist und (5) der Endstichtag 31.12.2034 nur aus dem BBSR-Fließtext stammt. | change_type=initial_publication reviewed_by="Nexvyra-Bau-Agent (automatisiert)" field="topic_lifecycle" new="published"

## Stand

- Stand: 2026-09-06
- Gültig ab: 2026-07-29 (Inkrafttreten Artikel 1, 5, 6 und 8 des Änderungsgesetzes)
- Status: aktuell (in_force)
- Quellenautorität: A (Bundesgesetzblatt/recht.bund.de als Verkündungsnachweis, Bundestagsdrucksachen; BBSR/BBR-GModG-Infoportal als amtliche Verwaltungsquelle)
- Hinweis für den Betrieb: Das GEG-Infoportal des BBSR ist von `bbsr-geg.bund.de` nach `gmodg.bund.de` umgezogen; ältere Nexvyra-Quellenlinks auf `bbsr-geg.bund.de` sollten auf tote Links geprüft werden.
- Lizenz: CC BY 4.0
- factcheck_status: ok (am amtlichen Volltext §§ 43, 44 GModG geprüft, 05.09.2026)

## Quellen

- Bundesgesetzblatt – „Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im Wärmebereich", BGBl. 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026 (Ausfertigung 23.07.2026):
  https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2026/226/VO.html
- Regierungsentwurf (Kabinettfassung) zum Gebäudemodernisierungsgesetz vom 08.06.2026, BT-Drs. 21/6278:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106278.pdf
- Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie vom 08.07.2026 (u. a. Neuaufnahme des § 42a Grüngas-/Grünheizölquote), BT-Drs. 21/7009:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107009.pdf
- Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung, BT-Drs. 21/6565:
  https://dserver.bundestag.de/btd/21/065/2106565.pdf
- BBSR – GModG-Infoportal, „Nutzung von Solarthermie" (Solar-Keymark-Pflicht nach § 44 GModG, Aperturflächen 0,04 / 0,03 m² je m² Nutzfläche, Zeitraum 01.01.2029–31.12.2034, Nachweis durch fachkundige Person nach § 88 GModG ab Anteilen über 15 %, Solarthermie-Hybridheizung, Sonderfall Vollversorgung):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Solarthermie/Solarthermie-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Optionen beim Heizungseinbau" (§ 42 GModG, vollständiger Optionskatalog, Zuordnung Solarthermie zu § 43 Abs. 3 und § 44, Solarthermie-Hybridheizung nach § 44, Geltung für Gebäude und Gebäudenetze, Ausnahme militärisch genutzter Gebäude):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/Erfuellungsoptionen-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Gas- und Ölheizungen" (Bio-Treppe-Stufen 10/15/30/60 %, Ersatzoptionen nach § 43 Abs. 3–5, Havarie-Übergangsfrist 12 Monate, Betreiberverantwortung, § 42a Grüngas-/Grünheizölquote bis 01.12.2026, Mieterschutz):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/Anlagen_EE/Heizungsoptionen/GasOel/GasOel-node.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Gebäudemodernisierungsgesetz: Inhalt und Verfahren" (Verkündung, Inkrafttretensstufen, Streichung der §§ 71 sowie 71b bis 72 GEG, Bio-Treppe-Grafik, Hybridheizungen bis 2035):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/Home/startseite/GModG_News/GModG_News-node.html
- BBSR – konsolidierte nichtamtliche Lesefassung des GModG mit Kennzeichnung der Änderungen gegenüber dem GEG 2024 (PDF):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Downloads/DE/GMG/GModG_Kons_Lesefass.pdf?__blob=publicationFile&v=5
- BBSR – GModG-Infoportal, Glossareintrag „Aperturfläche":
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Glossareintraege/DE/A/aperturflaeche.html
- BBSR – GModG-Infoportal, Glossareintrag „Bio-Treppe":
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/SharedDocs/Glossareintraege/DE/B/Bio-Treppe.html
- BBSR – GModG-Infoportal, „Übergangsrecht" (§ 111 GModG, Stichtage, Optierungsrecht):
  https://www.gmodg.bund.de/GEGPortal/DE/GEGRegelungen/WeitereRegelungen/Uebergangsrecht/Uebergangsrecht-node.html
- BMWSB/BMWE – gemeinsame Pressemitteilung zum GModG (Kabinettbeschluss 13.05.2026):
  https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2026/05/pm-gmodg.html
- BMWE – Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (PDF, Fassung 13.05.2026):
  https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Downloads/Gesetz/2026/20260513-entwurf-eines-gesetzes-zur-aenderung-des-gebaeudeenergiegesetzes.pdf?__blob=publicationFile&v=6
- § 71e GEG a. F. – Solarthermische Anlage als Erfüllungsoption der 65-%-Pflicht (mit dem GModG aufgehoben):
  https://lxgesetze.de/geg/71e
- § 71h GEG a. F. – Wärmepumpen- und Solarthermie-Hybridheizung (mit dem GModG aufgehoben):
  https://lxgesetze.de/geg/71h
- § 111 GEG/GModG – Allgemeine Übergangsvorschriften (Stichtag Bauantrag, Optierungsrecht):
  https://lxgesetze.de/geg/111
- Konsolidierte Fassung des GModG auf gesetze-im-internet.de – Abruf am 16.08.2026 lieferte leere Antwort (weder Inhaltsverzeichnis noch Einzelnorm § 44):
  https://www.gesetze-im-internet.de/geg/index.html

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-09-06
- Letzte Prüfung: 2026-09-06
- In Kraft seit: 2026-07-29
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
