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title: "Handy am Steuer 2026 – Bußgeld, Punkte, Fahrverbot (§ 23 Abs. 1a StVO)"
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last_reviewed: "2026-10-13"
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# Handy am Steuer 2026 – Bußgeld, Punkte, Fahrverbot (§ 23 Abs. 1a StVO)

## Kurzantwort

Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf ein **elektronisches Gerät** – insbesondere ein **Mobiltelefon** – nach **§ 23 Abs. 1a StVO** grundsätzlich nur benutzen, wenn er es dafür **weder aufnimmt noch in der Hand hält** und höchstens eine kurze, den Umständen angepasste Blickzuwendung nötig ist. Ein Verstoß kostet als Kraftfahrer **100 Euro Bußgeld und 1 Punkt** in Flensburg (Nr. 246.1 des Bußgeldkatalogs). Kommt es zu einer **Gefährdung**, sind es **150 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot** (Nr. 246.2); bei einer **Sachbeschädigung** **200 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot** (Nr. 246.3). Für **Radfahrer** beträgt das Verwarnungsgeld **55 Euro** (ohne Punkt).

## Kernfakten

| Punkt | Wert |
|---|---|
| Verstoß (Kraftfahrer) | Bußgeld |
| Elektronisches Gerät vorschriftswidrig benutzt | 100 € |
| … mit Gefährdung | 150 € |
| … mit Sachbeschädigung | 200 € |
| Radfahrer (Grundverstoß) | 55 € |

## Was verbietet § 23 Abs. 1a StVO?

Die Vorschrift verbietet nicht das Gerät an sich, sondern die **Benutzung in der Hand**. Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät, das der **Kommunikation, Information oder Organisation** dient, nur benutzen, wenn er es **nicht aufnimmt oder in der Hand hält** und für Bedienung und Nutzung nur eine **kurze, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepasste Blickzuwendung** zum Gerät bei gleichzeitiger Blickabwendung vom Verkehr erforderlich ist.

Erfasst sind ausdrücklich **nicht nur Mobil- und Autotelefone**, sondern auch Geräte der Unterhaltungselektronik und zur Ortsbestimmung: **Berührungsbildschirme, tragbare Flachrechner (Tablets), Navigationsgeräte, Fernseher oder Abspielgeräte mit Videofunktion und Audiorekorder**. Ein auf dem Kopf getragenes visuelles Ausgabegerät – etwa eine **Videobrille** – darf beim Fahren gar nicht benutzt werden. Eine **Sichtfeldprojektion** (Head-up-Display) darf dagegen für fahrzeug-, verkehrszeichen-, fahrt- oder fahrtbegleitende Informationen genutzt werden.

Entscheidend ist das **In-der-Hand-Halten**: Schon das Aufnehmen oder Umlagern des Geräts, um etwa die Uhrzeit abzulesen oder eine Nachricht zu lesen, ist eine „Benutzung" im Sinne der Vorschrift – unabhängig davon, ob tatsächlich telefoniert wird.

## Bußgeld, Punkte und Fahrverbot

Die Rechtsfolgen ergeben sich aus der **Anlage zu § 1 Abs. 1 der Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV)**:

Der **Grundverstoß** eines Kraftfahrers (Nr. 246.1 BKat) wird mit **100 Euro** geahndet. Weil dieses Bußgeld über 60 Euro liegt, wird zugleich **1 Punkt** im Fahreignungsregister eingetragen.

Kommt durch die Nutzung eine **Gefährdung** hinzu (Nr. 246.2), steigt der Regelsatz auf **150 Euro**, dazu **2 Punkte** und **ein Monat Fahrverbot**. Bei einer **Sachbeschädigung** (Nr. 246.3) sind es **200 Euro**, ebenfalls **2 Punkte** und **ein Monat Fahrverbot**. Diese beiden Fälle wurden als **grobe Pflichtverletzung** in den Katalog des § 4 Abs. 1 BKatV aufgenommen, weshalb das Fahrverbot regelmäßig angeordnet wird.

Für **Radfahrer** gilt § 23 Abs. 1a StVO ebenfalls, allerdings mit deutlich niedrigerem Satz: Der Verstoß (Nr. 246.4 BKat) ist mit **55 Euro** Regelsatz bewehrt und bringt **keinen Punkt**.

## Rotlicht und stehendes Fahrzeug

Auch **an einer roten Ampel** bleibt das Handyverbot bestehen, solange der Motor läuft. Nur wenn das Fahrzeug **steht und der Motor vollständig ausgeschaltet** ist – ein reines Ausgehen der **Start-Stopp-Automatik genügt nach § 23 Abs. 1b Satz 2 StVO ausdrücklich nicht** –, ist die Nutzung erlaubt (§ 23 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 StVO). Für stehende Straßenbahnen und Linienbusse an Haltestellen (Zeichen 224) gilt eine Sonderregel (Nr. 3).

## Siehe auch

- [Bußgeldkatalog StVO 2026](/fakten/bussgeldkatalog-stvo-2026.html)
- [Fahreignungsregister – Punkte in Flensburg](/fakten/fahreignungsregister-punkte-flensburg.html)
- [Fahrverbot vs. Entziehung der Fahrerlaubnis](/fakten/fahrverbot-vs-fahrerlaubnisentzug.html)
- [Promillegrenzen & Alkohol am Steuer](/fakten/alkohol-am-steuer-promillegrenzen.html)

























## Quellen

- § 23 StVO (Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden, Abs. 1a – elektronische Geräte): https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__23.html [A]
- Anlage (zu § 1 Abs. 1) BKatV – Bußgeldkatalog (Nr. 246.1–246.3): https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/anlage.html [A]
- § 4 BKatV (Regelfahrverbot bei grober Pflichtverletzung): https://www.gesetze-im-internet.de/bkatv_2013/__4.html [A]
- Kraftfahrt-Bundesamt – Punktekatalog, Sonstige Pflichten von Fahrzeugführenden (Nr. 246): https://www.kba.de/DE/Themen/ZentraleRegister/FAER/Punktekatalog/sonst_pflicht_fz_fuehrenden_246.html [A]

## Änderungsverlauf

- 2026-07-14: Erstveröffentlichung der Faktenseite, alle Quellen-URLs gegen amtliche Stellen gegengeprüft, Frontmatter-Felder gesetzt (legal_status, authority_level, wikidata_subjects). | change_type=initial_publication field="topic_lifecycle" new="published" reviewed_by="Andreas Warkentin"
- 2026-10-13: Faktencheck gegen Primärquellen (§ 23 StVO, BKatV-Anlage Nr. 246.1–246.4, § 4 BKatV – gesetze-im-internet.de/lxgesetze.de; KBA-Punktekatalog, Stand 2026-10-13); Beträge, Punkte und Fahrverbote bestätigt; Korrektur: Start-Stopp-Regel steht in § 23 Abs. 1b Satz 2 (nicht Abs. 1a Satz 3); Radfahrer-Satz auf Nr. 246.4 (55 €) präzisiert. | change_type=factcheck reviewed_by="Andreas Warkentin"
## Stand

- Stand: 2026-10-13
- Gültig ab: 2017-10-19 (Neufassung § 23 Abs. 1a StVO)
- Status: aktuell
- Quellenautorität: A (StVO, BKatV – gesetze-im-internet.de; Kraftfahrt-Bundesamt)
- Lizenz: CC BY 4.0

## Stand

- Letzte Änderung: 2026-10-13
- Letzte Prüfung: 2026-10-13
- In Kraft seit: 2017-10-19
- Status: In Kraft
- Quellen-Autorität: A
- Lizenz: CC BY 4.0
